Weitere Symptome können etwa Antriebslosigkeit oder ein vermindertes Selbstwertgefühl sein. Grundsätzlich kann man sich auch direkt an den Facharzt wenden.
Der Therapieansatz bei Aggression im Rahmen von Depression richtet sich nach dem Ursprung, der das entgleiste Verhalten begründet. In krankhaften und unkontrollierbaren Zuständen, wie zum Beispiel bei Wahnvorstellungen, muss zunächst die Sicherheit der Patienten und anderer Personen gewährleistet werden.
Bei der Konfrontation mit Aggression in der Partnerschaft gelten als Grundsatz die gleichen Verhaltensregeln und Umgangsformen, wie sie in jedem zwischenmenschlichen Kontakt Gültigkeit finden. Die klassischen Depressions-Symptome, wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit sind aber vorhanden und werden meist zu einem späteren Zeitpunkt der Erkrankung deutlich.
Beim ersten Auftreten von depressiven Symptomen, die länger als zwei Wochen anhalten, ist es immer ratsam, mit dem Hausarzt die Beschwerden, Gedanken und depressiv veränderten Gefühle und Verhaltensänderungen zu besprechen.
Denkbar ist hier die medizinische Hilfe beispielsweise vom Hausarzt, der die erkrankte Person bereits kennt und so eine Vertrauensbasis vorhanden ist. Denn die Gesellschaft vermittelt immer noch, dass Männer selbstbewusst und stark sein sollten.
Obwohl Männer genauso unter den psychischen Symptomen einer Depression leiden wie Frauen, nehmen sie diese oft weniger wahr.
Sie können den Appetit verlieren, Schlafstörungen bekommen und weniger Lust auf Sex empfinden. Begleitet von Gefühlsschwankungen können jederzeit Aggressionen durch verlorengegangene Gefühlskontrolle verursacht werden. Dafür gebe es verschiedene Ursachen: „Ein Grund sind Geschlechterstereotype, die sich auch in Diagnostiziergewohnheiten von Ärzten und in Depressionsfragebögen selbst verstecken.
In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch immer mehr gezeigt, dass sich eine Depression bei Männern und Frauen unterschiedlich äußert beziehungsweise sie unterschiedlich darauf reagieren. „Wie wir aus Studien wissen, hat sich dieses Rollenbild in der Gesellschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht sonderlich verändert.“
Für jene Männer, die ein solches Rollenbild verinnerlicht haben, kann das mit einigen negativen Folgen einhergehen.
Werden diese von den Angehörigen nicht wahrgenommen, kann der Patient in Situationen gebracht werden, die für ihn eine Bedrohung darstellen.
Als weiterer Aspekt von Aggressionen kann häufig die veranschlagte Therapie gelten, in der der Patient kein Nutzen sieht und sie deswegen ablehnt. Etwa vier von zehn depressiven Männern zeigt sowohl externalisierende als auch internalisierende Symptome.
Angehörige, die vermuten, dass ihr Partner, Ehemann, ein Freund oder Bekannter eine Depression haben könnte, können diesen dazu ermutigen, ein Erstgespräch zu vereinbaren.
Dabei sollten sie „Geduld haben und keine Vorwürfe oder Druck machen“, sagt Möller-Leimkühler.
Etwa elf Prozent der Frauen erhalten binnen eines Jahres die Diagnose unipolare Depression. Die Folge: Männer suchen sich später professionelle Hilfe. Außerdem können sie für den Erkrankten da sein. Anschließend setzen sie verschiedene Methoden ein, um den Betroffenen zu helfen. Die Neigung zur Aggression bei depressiven Männern fördert ebenfalls die Risikobereitschaft im Handeln der Person.
Ist dies nicht der Fall, können ebenfalls Episoden der Aggression als Symptomatik einer Depression vorliegen.
Im Durchschnittsalter sind Frauen mit aggressivem Erleben jünger als depressive Frauen ohne Aggressionen. Befindet sich der Patient durch seine psychische Erkrankung in einem unkontrollierten Zustand, so sind Medikamente zur Reizabschirmung und zur Reduktion der psychischen Belastung des Patienten ein förderlich.
Informieren Sie sich hier rund um das Thema:Medikamente gegen Depressionen.
Fachleute behandeln sie mit einer Psychotherapie oder mit Medikamenten, manchmal setzen sie auch beides parallel ein. „Depressive Männer kompensieren ihre Erkrankung oft unbewusst eine Zeit lang. Doch eine Idee, die Andreas Walther und einige seiner Fachkolleginnen und -kollegen teilen, hängt mit Rollenbildern zusammen.
Bei Frauen geht die Depression hingegen häufiger mit einer gedrückten Stimmung, Appetitlosigkeit, Gewichtsveränderungen und Schlafstörungen einher.
In der englischsprachigen Forschung hat sich für jene Depressionsform mit den typisch männlichen Symptomen wie Wut oder erhöhtem Alkoholkonsum mittlerweile der Begriff „male depression“ etabliert – die „Männerdepression“.
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Ergänzende Auffälligkeit ist das oft wenig hilfesuchende Verhalten, durch aktives Verdrängen der durch Depression geprägten Situation.
Die Depression als Erkrankungen aufgrund umweltbedingter Einflüsse, wie zum Beispiel aufgrund von Übergriffen, Traumata in der Vergangenheit, sozialer Isolation, sowie genetischer Veranlagung zeigt eine Vielzahl von Gründen für den Ausbruch.
Aufgrund der meist vereinsamten Persönlichkeiten, kann die Form der Aggression zur Beschaffung von Aufmerksamkeit dienen.
Dabei stützt sich die Behandlung auf medikamentöse Gaben nach einem festen Schema von Antidepressiva und/ oder Stimmungsstabilisatoren. Treten akute Schübe von Aggressionen auf, kann diesen am Besten in medizinischen Einrichtungen begegnet werden. Demnach neigen betroffene Männer häufiger zu Alkohol- oder Drogenmissbrauch, sie verhalten sich risikobereiter und sie haben eine geringere Impulskontrolle.
Eine dieser Expertinnen ist Anne Maria Möller-Leimkühler, Professorin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
„Dass eine Depression bei Männern nur halb so häufig diagnostiziert wird wie bei Frauen, bedeutet nicht, dass sie ein geringeres Depressionsrisiko hätten.
Sie macht sich durch Energiemangel, Lust- und Appetitlosigkeit, ständige Müdigkeit sowie sexuelle Unlust und Schlafprobleme bemerkbar. Sie bereuen ihren Wutausbruch und bedauern ihr Verhalten. „Neben psychotherapeutischen Verfahren können auch Antidepressiva eingesetzt werden oder eine Kombination von beidem.