Zu erkennen sind diese unter anderem daran, dass das Meerwasser trüb und gelbbraun erscheint. Expert:innen sind jedoch skeptisch, ob das reichen wird. Zu benennen hierbei sind die Küsten um Bornholm, Gotland und Öland, die jedes Jahr von den Blaualgen bevölkert werden. Dies kann zu Hautreizungen und beim Verschlucken zu Übelkeit und Erbrechen führen.
Ebenso kann es aber auch dazu kommen, dass die Algen eine Symbiose mit Meerestieren eingehen. Für diese Speisen kommt vor allem die Grünalge zum Einsatz. Die fadenartigen Braunalgen werden bei Stürmen von Hartsubstraten wie Felsen oder Korallen gelöst und treiben dann unkontrolliert im Wasser.
Ein wesentlicher Treiber ist der Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft.
Betroffen hierbei sind vor allem die zentrale Ostsee und der Finnische Meerbusen. Wenn sich dennoch eine Rötung bildet, muss vor allem bei Kindern ein Arzt aufgesucht werden. Diese vermehren sich über Sporen, die im Wasser schwimmen oder später ein eigenes Haftorgan ausbilden.
In einigen Kulturen, wie in Japan, sind Algen schon seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der ländlichen Küche.
Um solche Vorfälle zu vermeiden, führt die Küstenaufsicht alle vier Wochen eine Messung des Meerwassers durch. Die Blaualgen kommen vor allem im Juli und August besonders häufig vor. Auch in diesem Jahr wird es viele Menschen hierzulande wieder an die Ostsee ziehen. Diese Tierchen werden dann wiederum von größeren Tieren gefressen. Zum Einsatz kommen diese beispielsweise in Suppen, als Beilage oder getrocknet und zerstoßen als Gewürz.
Die großen fleischigen Blätter können gekocht, gedämpft oder frittiert werden. Der Boden ist bedeckt mit schwarzer, fauliger Biomasse – ein untrügliches Zeichen für den Kollaps des Ökosystems.
Nach Medienangaben hat die dänische Regierung als Reaktion darauf strengere Düngevorschriften angekündigt.
Mitunter bilden sich hierbei schon in 5 bis 6 Tagen neue Algen. Und auch im deutschen Badeort Warnemünde kennt man das Problem. Die Ostsee, einst reich an Fischbeständen und Pflanzenvielfalt, droht sonst in einem Algenmeer zu ersticken – ein leises, aber unaufhaltsames Sterben unter der Wasseroberfläche.
Insgesamt gibt es in den Weltmeeren rund 10.000 unterschiedliche Algenarten, wobei von diesen 500 Arten besonders wichtig für das Ökosystem ausfallen.
Auch dabei handle es sich um die fadenartigen Braunalgen, die nach Stürmen von Felsen oder Korallen losgerissen werden und dann im Meerwasser schwimmen, wo sie sich massenhaft vermehren.
Dänemark will gegen die Plage im Meer jetzt mit strengeren Düngevorschriften vorgehen. Ulf Karsten vom Institute of Biological Sciences in Rostock, der sagt, dass es auch in Deutschland dieses Problem gibt.
Die Braunalge breitet sich aus und das in einem solchen Maße, dass es Expert:innen in Alarmbereitschaft versetzt.
Vor allem vor Dänemark sind kilometerlange Flächen gesichtet worden, meldet das dänische Magazin "Politiken". Insbesondere die Erderwärmung und eine hohe Nährstoffbelastung der Ostsee fördern die Algenblüte.
21.05.2025, 11:2721.05.2025, 11:27
Am liebsten machen die Deutschen Urlaub im eigenen Land. Als Beispiel sind die typischen Algenblätter beim Sushi oder die Algensalate zu benennen. Was auf den ersten Blick idyllisch wirken mag, entpuppt sich als ökologisches Drama: Braunalgen breiten sich in der Ostsee aus und ersticken das Leben am Meeresboden.
Die dichten Algenteppiche blockieren das Sonnenlicht, das eigentlich den Boden erreichen müsste.
"Früher habe ich beim Tauchen Hunderte Fische gesehen", wird der Unterwasserfotograf Morten Rasmussen von "Politiken" zitiert. Sollte es hierbei zu einem besonders hohen Auftreten der Blaualgen kommen, müssen entsprechende Strandabschnitte gesperrt werden.
Leibnitz Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Die deutsche Ostsee hat aktuell zu kämpfen.
Sie bindet Stickstoff und Schwermetalle und reinigt somit das Wasser. Tiere und kleine Kinder können beim Trinken des Wassers sogar sterben.
Bei Kontakt sollte die betroffene Stelle sofort mit warmen klaren Wasser abgewaschen werden. Hierbei nutzen die Blaualgen nicht nur den Teil des Lichtspektrums wie bei den grünen Pflanzen (Chlorophyll), sondern besitzen auch andere Pigmente.
Hierbei kann von einer Menge von 45 bis 50 Milliarden Tonnen an Kohlenstoff ausgegangen werden, der jährlich von dem Phytoplankton gebunden wird. Giftig sind die Braunalgen für den Menschen nicht, aber dafür ziehen sie ganz andere, noch schwerwiegendere Folgen nach sich. Weiterhin haben die Meeresalgen einen großen Einfluss auf die Bindung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre.
Sollten Sie jedoch massenhaft auftreten, wird eine Vielzahl von Chemikalien, Toxinen, Antibiotika und Hormonen produziert.