Ein Modell kann den deutschen Ruf dann doch retten – es handelt sich um einen legendären Klassiker.
Die Zahlen sind ernüchternd: Audi, einst Inbegriff deutscher Ingenieurskunst, landet im aktuellen Ranking mit 269 Problemen pro 100 Fahrzeuge auf dem letzten Platz – schlechter schneidet nur US-Elektroautobauer Rivian ab, der jedoch nicht offiziell gewertet wird.
„Während die Kunden die größeren Touchscreens optisch ansprechend finden, ist ihre Funktionalität innerhalb des Fahrzeugs eine zunehmende Quelle der Frustration“, erklärt Frank Hanley von J.D. Power. Er basiert auf den Ergebnissen von 10,2 Millionen Hauptuntersuchungen der Prüforganisation und zeigt, welche Modelle glänzen – und welche mit Mängeln auffallen.
Mehr als 20 Prozent der Autos fielen bei der Hauptuntersuchung mit erheblichen Mängeln auf.
Auch Volkswagen (225 Probleme) und Mercedes-Benz (210) rangieren in der Rangliste weit unten.
BMW hält sich mit 196 Problemen zwar etwas besser, bleibt aber ebenfalls unter dem Durchschnitt von 192. Knapp davor: der Ford Mondeo mit 13,2 Prozent. Auch der Renault Mégane (32,7 Prozent) und der Citroën C3 (31,9 Prozent) schneiden miserabel ab.
Stand:
Von: Patrick Freiwah
Kommentare
Die aktuelle J.D.-Power-Studie belegt: Premium kostet, schützt aber nicht vor Mängeln.
Wichtige Punkte seien zusätzliche Prüfungen der Hochvoltbatterien und einheitliche Standards zur Bewertung der Batteriegesundheit. Dahinter folgen der VW Golf Sportsvan (2,5 Prozent) und der Audi Q2 (2,6 Prozent). Eine langfristige Verbesserung der Sicherheit von Autos in Deutschland hat es nicht gegeben.
Der TÜV fordert deshalb eine Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung, insbesondere für Elektroautos.
Das Ergebnis: Etwa jedes fünfte Auto in Deutschland fällt aufgrund „erheblicher“ oder „gefährlicher“ Mängel durch.
Der TÜV-Report trägt die Bezeichnung des kommenden Jahres, da er für Verbraucher erst im Jahr 2025 relevant wird. Rund 15.000 waren so unsicher, dass sie umgehend stillgelegt wurden.
Erstmals prüft der TÜV-Report auch Elektroautos – mit gemischten Ergebnissen.
Im folgenden Ranking zeigen wir dir die zehn schlechtesten Autos in Deutschland in der Altersklasse bis drei Jahre, basierend auf der Quote erheblicher Mängel (EM).
Der Dacia Sandero landet auf dem zehnten Platz im Ranking der schlechtesten Autos in Deutschland mit einer EM-Quote von 8,8 Prozent. Ein Dauerbrenner ist der Porsche 911 Carrera – er dominiert die Kategorien der vier- bis fünfjährigen und der sechs- bis siebenjährigen Autos.
In den einzelnen Segmenten schneiden die folgenden Modelle besonders gut ab:
Ganz unten im TÜV-Ranking finden sich Autos mit alarmierend hohen Mängelquoten.
In allen anderen Altersklassen bis 13 Jahre konnte sich der Porsche 911 Carrera durchsetzten.
Der schwäbische Edelhersteller bleibt mit 188 Problemen als einziger deutscher Autobauer unter dem Durchschnitt – wenn auch denkbar knapp. Allerdings weisen einige Fahrzeuge in den verschiedenen Altersklassen unterschiedliche Mängel auf.
Toyota selbst, sonst für Zuverlässigkeit bekannt, ist mit 200 Problemen weit abgeschlagen.
| Kategorie | Alterklasse | Fahrzeugtyp | Mängelquote |
| Beste Autos | 2-3 Jahre | Honda Jazz | 2,4 Prozent |
| 4-5 Jahre | Porsche 911 Carrera | 3,1 Prozent | |
| 6-7 Jahre | Porsche 911 Carrera | 3,1 Prozent | |
| 8-9 Jahre | Porsche 911 Carrera | 4,0 Prozent | |
| 10-11 Jahre | Porsche 911 Carrera | 5,6 Prozent | |
| 12-13 Jahre | Porsche 911 Carrera | 7,9 Prozent | |
| Schlechteste Autos | 2-3 Jahre | Tesla Model 3 | 14,2 Prozent |
| 4-5 Jahre | Tesla Model 3 | 19,7 Prozent | |
| 6-7 Jahre | Dacia Dokker | 26,5 Prozent | |
| 8-9 Jahre | Dacia Dokker | 30,9 Prozent | |
| 10-11 Jahre | Dacia Logan | 39,6 Prozent | |
| 12-13 Jahre | Renault Twingo | 41,5 Prozent |
Je älter ein Fahrzeug, desto höher ist dabei auch die Mängelquote.
Im Zeitraum von Juli 2023 bis Juni 2024 wurden insgesamt 10,2 Millionen Pkw-Hauptuntersuchungen ausgewertet. Bei den zehn- bis elfjährigen Fahrzeugen erreicht der Dacia Logan erschreckende 39,6 Prozent, gefolgt vom Dacia Duster (34,1 Prozent) und dem Renault Twingo (33,0 Prozent). Während nur 6,4 Prozent der 2- bis 3-jährigen Autos bei der HU durchfallen, sind es bei den 12- bis 13-jährigen Fahrzeugen schon 28,1 Prozent.
Nach einem kurzzeitigen positiven Effekt während der Corona-Pandemie sind die Zahl der Mängel wieder auf das alte Niveau zurückgekehrt.
Gesamtsieger des TÜV-Reports ist der Kleinwagen Honda Jazz, bei dem nur 2,4 Prozent der 2- bis 3-jährigen Autos erhebliche Mängel aufweisen. Das ist der niedrigste Wert aller geprüften Fahrzeuge. (PF)
Autos gelten in Deutschland zwar grundsätzlich als sicher.
Doch wie sieht es bei den Verbrennern aus?
Doch auf dem für die Branche so wichtigen US-Markt bekommt dieses Image nun Risse.
Die aktuelle „Initial Quality Study“ (IQS) von J.D. Power, das wohl bedeutendste Qualitätsranking der amerikanischen Automobilbranche, stellt deutschen Herstellern kein gutes Zeugnis aus. Was man dazu sagen muss: Allerdings kommt jedes fünfte Auto aufgrund von erheblichen oder gefährlichen Mängeln nicht durch die Hauptuntersuchung.
Besonders auffällig ist, dass das Tesla Model 3 mit Abstand am schlechtesten abschneidet. Es landet unter den 2- bis 3-jährigen Fahrzeugen ganz hinten und zeigt deutliche Schwächen. Das würde die Sicherheit und die Transparenz auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhöhen.
Washington/München – „Premium“ – das klingt nach höchster Qualität, modernster Technik und perfekter Verarbeitung.
Besonders pikant und das unabhängig von der Nationalität: Premiummodelle, die eigentlich für höchste Qualität stehen, weisen den Angaben zufolge mehr Mängel auf als günstigere Modelle. Eine Weile lang galt das Modell als billigster Neuwagen der Republik. Das sind im Jahr 2024 mehr als zehn Millionen Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2022 und Juni 2023.
Besonders bemerkenswert: Der Porsche 911 ist das zuverlässigste Einzelmodell der gesamten Umfrage und setzt mit nur 116 Problemen pro 100 Fahrzeuge ein Ausrufezeichen.
Ein zentrales Problem moderner Fahrzeuge sind die Infotainment-Systeme, das zeigt sich auch in dem Qualitätsranking: Trotz kleiner Verbesserungen verursachen sie durchschnittlich 42,6 Probleme pro 100 Autos – ein Spitzenwert.
Für viele Fahrzeughalter steht bei der Hauptuntersuchung nicht weniger als die Zukunft ihres Autos auf dem Spiel. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild: Während einige E-Autos hervorragende Ergebnisse erzielen, schneiden andere schlechter ab als Verbrenner-Autos. Vor welchen Typen warnt der Prüfer?
Welches Auto bleibt auch im Alter zuverlässig, welches wird zum Risiko?